Beim Surfen durchs Web fallen einem immer mehr URL’s auf die so aussehen:
fragr
antwortr
Anothr
Flagr
Browsr
Mypictr
Weekendr
etc.
und allen Voraus flickr
Sogar ich konnte nicht wiederstehen meinem Frage-Portal QUANSR einen Vokal zu amputieren.
Und viele scheinen nicht zu wissen, was es damit auf sich hat, und regen sich ziemlich darüber auf. So auch dieser Blogeintrag wo sogar ein lusitiges Wortspiel daraus gebastelt wurde.
Ich denke nicht, dass es einfach eine häßliche Mode ist, die Vokale aus den Domain-Namen wegzulassen. Die Erklärung für dieses Phänomen ist meines Erachtens, dass gute Domain-Namen nunmal knapp sind und bezweifle, dass auch nur eine dieser oben genannten Domains, würde man den Vokal im Namen verweilen lassen, noch frei ist. Diese Domains wurden sicher schon vor fünf Jahren gesichert.
Und was macht nun Webentwickler, wenn er für sein neues innovatives Projekt keine freie Domain findet?…
Ein anderer Aspekt ist die Länge einer URL. Umso kürzer desto besser. Das Auslassen von Vokalen ist ein guter Kompromiss, denn das Wort ist dennoch erkennbar und aus dem Gedächtnis abrufbar. Das finde ich fast besser als aus einem s ein z zu machen, denn dann sucht man meist vergeblich nach dem richtigen Namen, den man zwar weiß, aber sich bei der Schreibweise nicht mehr sicher ist. War es nun ruls oder rulz oder doch rulez. OK, damit das beim Auslassen von Vokalen nicht passiert, müsste man alle Vokale weglassen, oder fix festlegen, dass das nur am Ende des Wortes erlaubt ist.
Ich finde es ist heutzutage auch ein gesellschaftliches Phänomen, immer schneller, immer mehr sparen sogar an Buchstaben. Schön ist’s zwar nicht, aber auch nicht übertriebn kryptisch, was URL’s oder SMS angeht! In E-Mails, Foren oder Chats bin ich persönlich weiterhin für eine klare korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
January 19th, 2007 on 11:15
Das ist alles, was es damit auf sich hat? Schon vergebene, korrekt geschriebene Domänennamen und die kürzere Schreibweise? Na dann muss ich Sie aber korrigieren, denn dann wissen wir doch, was es damit auf sich hat
Und dieser Blogeintrag regt sich keinesfalls darüber auf, allerhöchstens sein Verfasser. Aber bei diesem hält es sich auch in Grenzen. Ihm fiel nur auf, dass “flickr” ansteckend sein muss, da die R-Endung immer häufiger Verwendung findet. Ob dies nun eine hässliche Mode ist, sei dahingestellt. Aber Mode ist es im Web 2.0 allemal.
Wie dem auch sei, es spricht ja grundsätzlich auch nichts dagegen und ich stimme mit dem Inhalt Ihres letzten Absatzes voll und ganz überein: Sprachverstümmelung nur da, wo es sich nicht vermeiden lässt (z. B. in Domänennamen) oder Platz gespart werden muss (z. B. beim SMS).
January 29th, 2007 on 13:24
Naja, ok, es ist auch eine Mode bei der flickr der Initiator war
Ich wollte damit nur sagen, dass aber trotzdem noch ein wenig mehr dahinter steckt (Platz sparen etc.).
Mit dem Beta-Anhängsel ist es ähnlich.
Ich weiß nicht ob man da noch böse sein kann, wenn Web 2.0 Projekte im ewigen Beta-Status verharren. Das Beta ist fast schon sowas wie der Punkt zwischen der 2 und der 0.
Aber andererseits, finde ich es nicht schlecht, weil es ja auch bedeutet, dass die Seite sich immernoch weiter entwickelt und sich weiter den Bedürfnissen der User anpasst. So sollte es doch eigentlich auch sein, oder? Egal ob Web 2.0 oder nicht.
February 2nd, 2007 on 11:43
Richtig, das Beta-Anhängsel! Muss auch so eine Art Virus sein: Irgendwer hat sich mal damit angesteckt und seitdem springt es auf jeden Administrator eines neuen Web2.0-Dienstes über.
Dass an einer Seite noch gearbeitet wird, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wer lässt seine Seite schon einfach so dahingammeln? So gesehen könnte sich jeder Netzort mit dem “Beta”-Emblem schmücken.
Aber da Web2.0-Dienste im Gegensatz zu normalen Seiten ja meistens fast einer Art Software entsprechen, ist es gar nicht so unangebracht, dafür einen Betastatus zu verhängen. Aber der muss dann auch irgendwann mal in einem offiziellen Release enden und der Seite nicht ewig anhaften.