La Hacienda Guayabal – Chinchiná, Kolumbien
Eigentlich wollte ich ja nur so zwei Tage in Manizales verbringen, um die Busfahrt nach Medellín zu verkürzen. Daraus wurden jetzt aber fast vier Tage, weil es hier einfach so viel zu erleben gibt, wie z.B. auch die beeindruckende La Hacienda Guayabal in Chinchiná das Herz des komlumbianischen Kaffeeanbaus.
Die Fahrt dort hin dauerte von Manizales mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ein paar Mal Umsteigen ca. 45 Minuten. Die Hacienda liegt im Gegensatz zu Manizales (2150m) in 1400m Höhe, was man auch gleich am Temperaturunterschied merkt. In Manizales schwanken das Wetter und die Temperaturen stark zw. 10 und 25 Grad, wobei es in Chichiná das ganze Jahr über 21 +/- 1 Grad hat. Ein perfektes Mikroklima für den Kaffeeanbau, um das ganze Jahr über ernten zu können, statt wie gewöhnlich nur im letzten Quartal des Jahres.
Man kann das grossflächige Kaffeeanbaugebiet schon vom Bus aus sehen, aber noch beeindruckender ist es, wenn man direkt mitten drin Steht. Besonders angetan war ich von dem wirklich ökologischen Anbauverfahren. Es wird nichts weggeworfen, alles was nicht verkauft werden kann fliesst wieder z.B. als Dünger zurück in den Anbaukreislauf.
Das ganze Anbaugebiet macht gar nicht den Eindruck grossindustrieller Landwirtschaft, viel mehr hat man hier das Gefühl, sich in einem botanischen Garten zu befinden, aus dem man gar nicht mehr weg will.
Obwohl wir ohne Anmeldung auf die Hacieda kamen, wurde uns gleich eine dreistündige Führung angeboten, in der man uns den kompletten Zyklus vom Zögling bis zur gemalenen Kaffeebohne (21 Monate) erklärte.
Die Pflücker bekommen für ein Kilo Bohnen ca. 300 COP, umgerechnet ca. 10 Cent, davon müssen sie Kost und Logie bezahlen.
Nach der Tour gabs dann noch ein leckers Almuerzo (Abendessen) mit Spiegelei, Gebratenem Schweinefleisch, Wurst, Bohnen, Reis, Avokado Tomaten etc. Und zum Nachtisch, sehr süsse Feigen mit Käse. Achja den ganzen Tag über bekamen natürlich wir frisch gemalenen Kaffee.
Ich habe leider zu spät erfahren, dass man auf der Hacienda auch übernachen kann, sonst wäre ich noch einen Tag länger hier geblieben um zu relaxen.
Sehr gut fand ich auch, dass man hier nach der Tour nicht versucht hat, uns irgendwelche Souviniers oder dergleichen anzudrehen. Eine wirklich gelungene Tour, so wie alle anderen von Manizales aus auch.
Gestern Nacht bin ich hier in Medellín angekommen. Dazu schreib ich Tage mal was.








Loading...
Hey Tschela!
Hammer Bilder!!! Ich will auch!!!!!!!!! Hahahaa… Werde bald auch mal fuer ein paar Eindruecke sorgen.
Hatte leider noch keine Zeit alle deine Eintraege zu lesen aber das wird nachgeholt! From what I’ve read so far, you are doing real good! Good to know!
Wuensche dir noch eine tolle Zeit!
Lieben Gruss,
Lynn
Lynn - December 12th, 2008 at 02:36