Auf nach Medellín, Komlubien
Nachdem ich in den drei Tagen in Manizales so viel unternommen hatte, war ich nach der fünfstündigen Autofahrt bei Nacht nach Medellín ziemlich geplättet. Ja, diesmal bin ich mit einer Art Minivan (acht Sitze) gefahren, da mir das für die kurze Strecke von ca. 250 km am bequemsten und schnellsten erschien, kostete allerdings auch fast doppelt soviel (70.000 COP) als mit dem normalen Bus.
Die Strecke war sehr holprig, auf Grund der schlechten Straßenverhältnisse. Der Regen setzt dem Asphalt hier stark zu, auch war die Straße oft durch Erdrutsche von den Hängen halb seitig blockiert, was manche Anwohner in der Nähe solcher Straßenschäden dazu ermutigt durch Regeln des Verkehrs ein paar Pesos dazu zu verdienen.
Unser Fahrer hat sich während der Fahrt bestimmt 20 Mal bekreuzigt. Bei dem Fahrstil auch empfehlenswert. Einem kleinem Jungen und einer älteren Dame schlug die kurvenreiche Fahrt ziemlich auf den Magen, worauf der Fahrer sich dann – mit Tüten um sich werfend – mehr Sorgen über seine Teppiche machte als um die Witterungsverhältnisse. Zum Teil mussten wir durch 30cm hoch überlaufene Straßen fahren, aber je näher wir an Medellín kamen, desto besser wurde glücklicherweise das Wetter.
Angekommen bin ich so gegen sieben Uhr morgens. Mit einem Taxi bin ich dann in das vom Lonely Planet empfohlene Hostel Palm Tree, welches fast im Zentrum von Medellín liegt, gefahren. Auch hier wurde ich wieder sehr freundlich empfangen und habe zum Glück auch ohne Reservierung noch eine Stockbett-Etage in einem Zwei-Mann-Dormitorio bekommen.
Nachdem ich mich nochmal hingelegt hatte traf ich Mittags im gleichen Hostel alte Bekannte wieder, denen ich zuvor schon in Manizales begegnet war. Tsja, so ist das eben wenn man den gleichen Reiseführer benutzt (ist mir dann noch häufiger passiert).
Die Atmosphäre hier im Palm Tree ist super, was sicher auch den netten Gastgeberinnen zu verdanken war, die sich immer gerne mit den Gästen unterhalten, Tipps geben und auch mal mit zum Feiern gehen. Internet gibs for free, auch eine Gitarre hängt hier herum, die abends oft zur guten Stimmung begetrug. Einen Nachteil gab es allerdings, mein Zimmer lag direkt an der Straße, auf welcher ab sechs Uhr morgens LKWs, Busse und Motorräder mit einem Höllenlärm durch brummen. Aber ansonsten wirklich sehr zu empfehlen.








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