Gerade war ich dabei eine Seite zusammen zu bauen, für alle meine Freunde hier aus der Gegend. Viele von uns sind weggezogen um zu studieren und keiner ist mehr auf dem Laufenden. Außerdem ist es immer wieder schwierig die Wochenendplanung, Urlaube, oder sonstiges zu organisieren. Nach diesen Veranstalltungen gibt es immer jede Menge Fotos und Videos. Hierbei ist das Problem, dass keiner einen Foto- oder Video-Speicherplatz im Web kaufen will. Ein Flickr Account für alle ist auch doof (vorallem die Einbindung in die Homepage).

So nun hatte ich schon einen WordPress-Blog mit sämtlichen Plugins fertiggestellt. Aber gestern stieß ich auf diesen Beitrag im VisualBlog.

Ning hatte ich zwar schon vor einigen Monaten entdeckt, aber der Nutzen war mir damals beim “Drübersurfen” nicht ganz klar. So vergaß ich Ning wieder. Aber heute finde ich es eine sehr gute Idee (und beiße mir wiedermal in den H****, weil ich nicht selbst auf sowas gekommen bin).

Schnell angemeldet, Design und Module ausgewält, zack fertig. Das ist auf den ersten Blick echt super einfach.
Das beste an Ning ist, dass es für die Community-Mitglieder kinderleicht ist, Blogeinträge zu schreiben oder Fotos und Videos hochzuladen. Und das alles kostenlos.

ABER dennoch fällt mir viel auf, was noch nicht so gut gelöst ist und besser gemacht werden könnte:

  • Die Werbung (adsense) rechts ist echt zu viel, unten am Footer wäre sie ok
  • Blogeinträge können nicht kategorisiert oder getaggt werden
  • Mitgliederbeziehungen und Rechtemanagement ist nicht sehr durchsichtig und an vielen Stellen unklar (bei Blog, Minichat, Fotos etc.)
  • Man kann keine Bookmarks anlegen (ich finde das bei WordPresss eine gute Funktion)
  • Es gibt nur englische Seitenvorlagen
  • Das Photomanagement ist sehr mühseelig (Upload, Bestichwortung nachträglich bearbeiten und Verschieben)
  • Und zu guter Letzt, die Seite ist irrsinng langsam, egal zu wechler Tages- und Nachtzeit

Trotz dieser vielen negativen Kleinigkeiten finde Ning ein gute Lösung für unsere Bedürfnisse. Und ich hoffe einfach mal, dass die Entwickler von Ning diese Wermutstropfen auf Grund der großen positiven Resonanz aus der Bloggerszene nach und nach ausbessern und perfektionieren werden.

Zur Frage, warum soll ich ein eigenes Social-Network einrichten wo es doch schon studivz, xing & Co. gibt?
Ich finde studivz& Co. einen Tick zu öffentlich, man erhält viel zu viele Freundschaftangebote, die man eigtlich garnicht eingehen will, aber der höflichkeithalber das Angebot annimmt. Ich meine die Kontakte sind zum Teil einfach über zu viele Ecken entstanden. Fotos, Persönliche daten usw. sind dann für viel zu viele Personen einsehbar.

Ich denke auch nicht, dass es ausarten wird, und jeder für die gleichen Personen-Gruppen eine eigenes Network einrichtet, denn für die meisten (Otto-Normal-Surfer) ist das ganze immer noch zu kompliziert und sind froh wenn schon jemand im Dorf, Club oder Stadt-Viertel ein Network eingerichtet hat.